6.5 xdm



Als Linux immer brauchbarer als Desktop Betriebssystem wurde, fanden es viele Benutzer bequemer, gleich in eine grafische Umgebung zu booten. Sie müssen Slackware konfigurieren um gleich X zu starten und einen grafischen Anmeldungsmanager bestimmen. Slackware wird mit drei verschiedenen grafischen Anmeldungsprogrammen geliefert, xdm(1), kdm und gdm(1).

xdm ist der vom X.org System mitgelieferte Anmeldungsmanager. Er ist Ausreichend, aber nicht so Funktionsreich wie die Alternativen. kdm ist der grafische Anmeldungsmanager der mit KDE geliefert wird. Und gdm ist der Anmeldungsmanager der mit GNOME installiert wird. Jeder erlaubt es Ihnen sich als Benutzer anzumelden und Ihren Desktop auszuwählen.

Unglücklicherweise bringt Slackware kein nettes Programm wie xwmconfig mit, welches das Auswählen des Anmeldungsmanagers erlaubt, sodass Sie etwas bearbeiten müssen um Ihren Wunsch auszuwählen. Aber das erste, was wir besprechen ist, wie wir gleich in eine grafische Umgebung booten.

Um X beim booten zu starten, müssen Sie in runlevel 4 booten. Runlevel sind nur die Art des Aufrufs von init(8) um mitzuteilen was zu tun ist, wenn es das Betriebssystem startet. Wir erreichen dies durch bearbeiten der Konfiguration von init, die /etc/inittab Datei.

# These are the default runlevels in Slackware:
# 0 = halt
# 1 = single user mode
# 2 = unused (but configured the same as runlevel 3)
# 3 = multiuser mode (default Slackware runlevel)
# 4 = X11 with KDM/GDM/XDM (session managers)
# 5 = unused (but configured the same as runlevel 3)
# 6 = reboot
# Default runlevel. (Do not set to 0 or 6)
id:3:initdefault:


Um Slackware in eine grafische Umgebung booten zu lassen, ändern wir nur die 3 in eine 4.

# Default runlevel. (Do not set to 0 or 6)
id:4:initdefault:


Jetzt wird Slackware im runlevel 4 starten und /etc/rc.d/rc.4 ausführen. Diese Datei startet X und ruft den gewählten Windowmanager auf. Wie wählen wir jetzt den Anmeldungsmanager? Es gibt einige Wege, welche ich erklären werde, nachdem wir einen Blick in die rc.4 Datei geworfen haben.

# Try to use GNOME’s gdm session manager:
if [ -x /usr/bin/gdm ]; then
exec /usr/bin/gdm -nodaemon
fi
# Not there? OK, try to use KDE’s kdm session manager:
if [ -x /opt/kde/bin/kdm ]; then
exec /opt/kde/bin/kdm -nodaemon
fi
# If all you have is XDM, I guess it will have to do:
if [ -x /usr/X11R6/bin/xdm ]; then
exec /usr/X11R6/bin/xdm -nodaemon
fi 


Wie Sie hier erkennen können überprüft rc.4 zuerst ob gdm ausführbar ist und führt es aus. Das Zweite in der Liste ist kdm und zuletzt xdm. Eine Möglichkeit den Loginmanager auszuwählen ist einfach die, die sie nicht möchten mit removepkg zu deinstallieren. Mehr zu removepkg finden Sie in Kapitel 18.

Alternativ können Sie die ausführungsrechte für diese Dateien entfernen. chmod wird in Kapitel 9 besprochen.

# chmod -x /usr/bin/gdm 


Zuletzt haben Sie die Möglichkeit, einfach die Loginmanager auszukommentieren, die Sie nicht benutzen wollen.

# Try to use GNOME’s gdm session manager:
# if [ -x /usr/bin/gdm ]; then
# exec /usr/bin/gdm -nodaemon
# fi
# Not there? OK, try to use KDE’s kdm session manager:
if [ -x /opt/kde/bin/kdm ]; then
exec /opt/kde/bin/kdm -nodaemon
fi
# If all you have is XDM, I guess it will have to do:
if [ -x /usr/X11R6/bin/xdm ]; then
exec /usr/X11R6/bin/xdm -nodaemon
fi 


Alle Zeilen die mit der Raute (#) beginnen werden als Kommentare interpretiert und die Shell ignoriert sie. Also auch, wenn gdm installiert und ausführbar ist, wird die Shell (in diesem Fall bash) es nicht überprüfen.
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