8.4 Virtuelle Terminals


Sie befinden sich mitten in der Arbeit an etwas und Sie entscheiden sich das Sie etwas anderes tun müssen. Sie könnten einfach verwerfen was Sie gerade machen und die Aufgabe wechseln, aber das ist ein Mehrbenutzersystem, richtig? Und Sie können sich so oft gleichzeitig einloggen wie sie wollen, richtig? Also warum sollten sie nur eine Sache auf einmal machen müssen?

Sie müssen nicht. Wir können nicht alle mehrere Tastaturen, Mäuse und Bildschirme für eine Maschine haben; wahrscheinlich wollen die meisten von uns diese nicht. Folglich ist Hardware nicht die Lösung. Folglich bleibt Software und Linux bietet eine Lösung indem es "virtuellen Terminals" oder "VTs" anbietet.

Durch das Drücken von Alt und einer Funktionstaste können Sie zwischen den virtuellen Terminals schalten; jede Funktionstaste steht für eines. Slackware hat standardmäßg Anmeldeaufforderungen auf 6 VTs. Alt+F2 bringt Sie zum zweiten, Alt+F3 zum dritten, usw.

Der Rest der Funktionstasten ist für X-Sitzungen reserviert. Jede X-Situng benutzt ihr eigenes VT, beginnend mit dem siebten (Alt+F7) und steigend. Wenn Sie in X sind, dann wird die Alt+Funktionstaste Kombination durch Strg+Alt+Funktionstaste. Wenn Sie also in X sind und zurück auf ein Text-Login wechseln wollen (ohne die X-Sitzung zu beenden), wird Strg+Alt+F3 Sie zum dritten bringen. (Alt+F7 wird Sie zurückbringen, angenommen das Sie die erste X-Sitzung verwenden.)

8.4.1 Screen


Aber was ist mit Situationen in denen es keine virtuellen Terminals gibt? Was dann? Glücklicherweise enthält Slackware einen schönen Bildschirm Manager, passend screen genannt. screen ist ein Terminal Emulator der Virtual Terminal ähnliche Fähigkeiten hat. Ausführen von screen gibt eine kurze Einführung und leitet einen dann in ein Terminal. Anders als die standard Virtual Terminals hat screen eigene Befehle. Allen screen Befehlen wird Strg+A vorangestellt. Zum Beispiel wird Strg+A+C eine neue Terminal Sitzung erzeugen. Strg+A+N wird zum nächsten Terminal schalten. Strg+A+P schaltet zum vorherigen Terminal.

screen unterstützt auch das trennen und wiederaufnehmen von screen Sitzungen was besonders praktisch für Remote Sitzungen via ssh oder telnet ist (mehr zu diesen später). Strg+A+D trennt von der aktuell laufenden Sitzung. Ausführen von screen -r listet alle aktuell laufenden screen Sitzungen zu denen wieder verbunden werden kann.

% screen -r
There are several suitable screens on:
	 1212.pts-1.redtail      (Detached)
	 1195.pts-1.redtail      (Detached)
	 1225.pts-1.redtail      (Detached)
	 17146.pts-1.sanctuary   (Dead ???)
Remove dead screens with 'screen -wipe'.
Type "screen [-d] -r [pid.]tty.host" to resume one of them. 


Ausführen von screen -r 1212 würde die erste gelistete Sitzung wieder aufnehmen. Ich habe vorhin erwähnt wie praktisch das für Remote Sitzungen ist. Wenn ich auf einen entfernten Slackware Server via ssh eingeloggt wäre und meine Verbindung würde durch einen Zufall, wie Stromausfall getrennt, dann würde, was auch immer ich gerade getan habe, umgehend zerstört, was schrecklich für Ihren Server sein kann. Der Gebrauch von screen verhindert dies durch Trennen der Sitzung, wenn meine Verbindung verloren geht. Sobald meine Verbindung wiederhergestellt wird, kann ich wieder zu meiner screen Sitzung verbinden und genau dort fortsetzen, wo ich aufgehört habe.
There are no comments on this page.
Valid XHTML :: Valid CSS: :: Powered by WikkaWiki