3.2 Systemvoraussetzungen


Eine einfache minimale Slackware Installation erfordert folgendes:

Tabelle 3.2 Systemvorraussetzungen

Hardware Voraussetzung
Prozessor 586
RAM 32 MB
freier Festplattnspeicher 1 GB
Laufwerk 4x CD-ROM


Falls sie die bootfähige CD besitzen, werden sie kein Diskettenlaufwerk benötigen. Falls sie kein CD-ROM Laufwerk besitzen sollten, ist es natürlich notwendig ein Diskettenlaufwerk zu haben, um eine Netzwerkinstallation zu starten. Eine Netzwerkkarte ist notwendig für eine Netzwerkinstallation (NFS). Weitere Informationen finden sie in dem Kapitel NFS-Installation.

Der benötigte Festplattenspeicher ist etwas tricky. Die 1 GB Vorraussetzung ist normalerweise sicher für eine Minimalinstallation. Wenn sie aber eine Vollinstallation wählen, werden sie ca. 2 GB und zusätzlichem Speicherplatz für eigene Dateien benötigen. Die wenigsten Benutzer führen eine Vollinstallation durch. Tatsächlich läuft Slackware meist auf einer Größe von 100 MB Speicher.

Slackware kann auch auf Systemen mit weniger Ram, kleineren Fesplatten und schwächeren CPUs installiert werden, erfordert dafür aber auch etwas mehr Geduld. Wenn sie Lust auf etwas Arbeit haben, sehen sie sich die LOWMEM.TXT im Distributions-Verzeichnis für ein paar hilfreiche Tips an.

3.2.1 Die Softwareserien


Aus Gründen der Einfachheit wurde Slackware schon immer in Softwareserien unterteilt. Ursprünglich wurden sie „Disk-Sets“ genannt, weil sie damals noch für eine Diskettenbasierte Installation gedacht waren. Die Softwareserien werden heute hauptsächlich dazu verwendet in Slackware verwendete Packete zu kategorisieren. Heute ist eine Diskettenbasierte Installation nicht mehr möglich.

Die folgende Liste ist eine Kurzbeschreibung jeder Softwareserie.

Tabelle 3-3. Softwareserien

Serie Inhalt
A Das Basis System. Enthält genug Software um zu booten, einen Texteditor und ein Kommunikationsprogramm
AP Verschiedene Anwendungen, die das X Window System nicht benötigen
D Programm Entwicklungstools (Compiler, Debugger, Interpretierer und Hilfe Seite (man-pages))
E GNU Emacs
F FAQs, HOWTOs und andere verschiedene Dokumentationen.
GNOME GNOME Die GNOME Desktop Umgebung (Anmerkung des Übersetzers: nicht mehr vorhanden seit Slackware 10.2)
K Der Source Code für den Linux Kernel
KDE Die KDE Desktop Umgebung. Eine X Umgebung, die in manchen Dingen von Aussehen und Verhalten wie MacOS und Windows ist. Die QT Bibliothek, die von KDE benötigt wird ist außerdem in dieser Serie
KDEI Internationale Sprachpakete für den KDE Desktop
L Bibliotheken. Dynamisch verlinkte Bibliotheken werden von vielen anderen Programmen benötigt
N Netzerkprogramme. Hintergrunddienste, Mail Programme, Telnet, Informationsleser und so weiter
T teTeX Dokument Format System
TCL Die Tool Command Language. Tk, TclX und TkDesk
X Das X Window System
XAP X Anwendungen die nicht Teil der Grundlegenden Desktop Umgebung sind (z.B. Ghostscript und Netscape)
Y BSD Konsolenspiele


3.2.2 Installationsmethoden



Obwohl es einmal möglich war Slackware Linux komplett von Diskette zu installieren, hat die sich erhöhende Größe der Softwarepakete (von einigen Programmen) zum Wegfall der Diskettenbasierten Installation geführt. Noch bei Slackware Version 7.1 war es teilweise noch möglich eine Installation über Diskette durchzuführen. Die A und N Softwareserie konnte nahezu komplett installiert werden, und stellte ein Basissytem bereit, von dem aus man den Rest der Distribution installieren konnte. Wenn sie eine Disketteninstallation in Erwägung ziehen (meistens auf älterer Hardware) wird normalerweise empfohlen einen anderen Weg zu finden, oder eine ältere Version zu installieren. Slackware 4.0 ist immer noch sehr gefragt für diese Lösung, sowie auch 7.0.

Bitte beachten sie, dass Disketten immer noch für eine CD-ROM basierte Installation benötigt werden, wenn sie keine bootfähige CD haben, sowie für eine NFS Installation.


3.2.2.1 Diskette



Obwohl es einmal möglich war Slackware Linux komplett von Diskette zu installieren, zwang die wachsende Größe von Software Paketen (tatsächlich einige wenige Programme) zur Aufgabe von Installation von Disketten. Solange es noch möglich war, konnte man Slackware Version 7.1 teilweise von Diskette installieren. Die A und N Software-Serie konnte nahezu vollständig installiert werden, was ein Basis System zur Verfügung stellte, von dem aus man den Rest der Distribution installieren konnte. Wenn man eine Disketteninstallation wählt (normalerweise auf betagterer Hardware), wird vorgeschlagen einen anderen Weg zu finden, oder eine ältere Version zu benutzen. Slackware 4.0 ist weiterhin sehr beliebt dafür, sowie Slackware 7.0.

3.2.2.2 CD-ROM



Wenn sie die bootfähige CD besitzen ,die in dem offiziellen CD Set enthalten ist, dass von der Slackware Linux, Inc. veröffentlicht wurde (genaueres hierzu in dem Kapitel Slackware bekommen), wird eine CD basierte Installation einfacher für sie verlaufen. Falls nicht, müssen sie von Diskette booten. Ebenso, wenn sie spezielle Hardware haben, die beim Verwenden des Kernels auf der Boot-CD zu Problemen führt, werden sie spezielle Disketten benutzen müssen.

Seit Slackware Version 8.1 gibt es eine neue Methode Boot-CDs zu erstellen, die aber nicht gut bestimmten flaky BIOS chips klarkommt (es darf erähnt werden, dass die meisten Linux CDs aus dieser Zeit darunter leiden). Wenn das der Fall ist, empfehlen wir von einer Diskette zu booten.

Kapitel 3.2.3 und Kapitel 3.2.5 beinhalten nähere Informationen wie sie Disketten auswählen und erstellen um mit diesen zu booten, sofern das notwendig sein sollte.

3.2.2.3 NFS



3.2.3 Bootdiskette


Die Bootdiskette ist die Diskette von der man gewöhnlich die Installation bootet. Sie beinhaltet ein komprimiertes Kernel Image, welches die Hardware während der Installation kontrolliert.
Deshalb ist diese unbedingt notwendig (wenn sie nicht gerade von CD booten, wie es in dem Kapitel CD-ROM beschrieben ist). Diese Boot Disketten befinden sich im Verzeichnis bootdisks/ der Distribution.

Es gibt mehr Slackware Bootdisketten als man denkt (es sind ungefähr 16). Eine komplette Liste der Bootdisketten mit jeweils einer Beschreibung gibt es im Slackware Verzeichnis in der Datei bootdisks/README.TXT. Aber die Meisten können bare.i (für IDE Laufwerke) oder scsi.s (für SCSI Laufwerke) Versionen verwenden.

Siehe Kapitel 3.2.6 für Anweisungen eine Diskette mit Hilfe eines Images zu erstellen.

Nach dem Bootvorgang werden sie dazu aufgevordert die Hauptdisketten einzulegen. Wir empfehlen ihnen der Bootdiskette zu glauben.

3.2.4 Hauptdisketten


Die Hauptdisketten enthalten das Installationsprogramm und ein Dateisystem, das während der Installation verwendet wird. Sie sind also notwendig. Die Hauptdisketten Images befinden sich im Verzeichnis rootdisks/ der Distribution. Sie müssen 2 Hauptdisketten aus den install.1 und install.2 erstellen. Hier finden sie auch die nework.dsk, pcmcia.dsk,rescue.dsk und die sbootmgr.dsk Disketten.

3.2.5 Zusatzdisketten


Eine Zusatzdiskette wird für eine NFS Installation oder ein System mit PCMCIA Geräten benötigt. Zusatzdisketten befinden sich im rootdsks Verzeichnis der Distribution mit den Dateinamen network.dsk und pcmcia.dsk. Inzwischen wurden noch andere Zusatzdisketten wie rescue.dsk und sbootmgr.dsk hinzugefügt. Die Rettungsdiskette ist eine kleine Diskette, die in auf 4MB RAM läuft. Sie enthält ein paar grundlegende Netzwerktools und den vi Editor für schnelle Änderungen auf der Maschine. Die sbootmgr.dsk wird dazu verwendet andere Laufwerke zu booten. Booten sie mithilfe dieser Diskette, wenn ihr bootfähigesCD-ROM Laufwerk ihre Slackware CDs nicht booten will. Sie wird sie zu verschieden Dingen auffordern und wird vielleicht einen Weg finden mit dem fehlerhaften Bios zu arbeiten.

Die Hauptdiskette wird sie anweisen wie sie die Zusatzdiskette verwenden, wenn sie geladen ist.

3.2.6 Die Disketten erstellen


Wenn sie ein Bootdisk Image ausgeählt haben müssen sie es auf eine Diskette bringen. Dieser Prozess ist leicht unterschiedlich, je nachdem welches Betriebssystem sie verwenden um die Disketten zu bschreiben. Wenn sie Linux verwenden (oder ein anderes Unix Ähnliches Betriebssytem) müssen sie den dd(1) Code verwenden. Bestehend aus bare.i und ihrem Diskettenlaufwerk /dev/fd0, heißt der Code um eine bare.i Diskette zu erstellen:

% dd if=bare.i of=/dev/fd0


Wenn sie ein Microsoft Betriebssystem verwenden benötigen sie das Programm RAWRITE.EXE, das sich im selben Verzeichnis befindet, wie die Disketten Images. Wieder aus bare.i bestehend und dem Diskettenlaufwerk A: öffnen sie eine DOS Eingabeaufforderung und geben sie folgendes ein:

C:\ rawrite a: bare.i
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